MDR-Beitrag: Ein Jahr Häslich

Am vergangenen Mittwoch berichtete MDR Exakt wieder einmal über die Flüchtlinge des Häslicher Asylbewerberheims. Unter dem Titel „Wie geht es den Flüchtlingen von Häslich?“ wird in diesem Beitrag ein Einblick in die Situation ein Jahr nach der Eröffnung des Heimes gegeben.
Zu dem Video gelangt man über folgenden Link:

http://www.ardmediathek.de/tv/Exakt/Wie-geht-es-den-Fl%C3%BCchtlingen-von-H%C3%A4slich/MDR-Fernsehen/Video?bcastId=7545124&documentId=37454326

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Sonntagsausflug zum Start des Tanzprojektes

„Kamenz can Dance“ startete ein Tanzprojekt mit den Kids und Jugendlichen aus den Asylbewerberheimen der Region. Im Rahmen dieses Projektes fand am 22.05.2016 bei bestem Wetter die Auftaktveranstaltung statt. Auch die größeren Kinder und Jugendlichen der Häslicher Gemeinschaftsunterkunft waren dazu eingeladen. Nachdem sich fünf Helfer unserer Initiative gefunden hatten, die die Kids gern begleiten wollten, starteten wir an diesem heißen Sonntagnachmittag den Ausflug an der Alten Schule in Häslich. Die Kinder freuten sich riesig als wir mit unseren Autos im Heim ankamen und packten direkt ihre Wasserflaschen ein.

So fuhren wir am frühen Nachmittag in Kolonne gemeinsam nach Kamenz zum Sportplatz des dortigen Asylbewerberheimes am Flugplatz. Da angekommen, dröhnte bereits Hip Hop aus den Lautsprecherboxen und viele Kinder tobten durch die Gegend.

Der Leiter des Tanzsportvereins sowie einige Jugendliche, die in der Hip Hop-Tanzgruppe aktiv sind, hatten zunächst Mühe die Bewegungsfreude der Kids zu koordinieren. Doch schnell lernten die Kinder die ersten Moves, welche dann passend zur Musik zu einem Tanz zusammengefügt wurden. Unsere Häslicher Asylkinder machten nach anfänglichem Zögern entschlossen mit.

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Zur Stärkung nach dem Tanzen in der prallen Sonne gab es vom Kamenzer Bündnis Getränke und Kuchen, die Erwachsenen durften sich derweil eine Tasse Kaffee gönnen.

Am späten Nachmittag zeigten einige Jungs noch, was sie schon auf dem Kasten haben, und lieferten sich einige Freestyle-Tanzbattles mit Backflips (Rückwärts-Salto) und Flares (Drehen um die eigene Achse auf den Händen).

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Wir waren sehr glücklich darüber, dass auch eine ehemalige Häslicher Heimbewohnerin, die nun in Kamenz in ihrer eigenen Wohnung lebt, vorbeischaute und den Nachmittag mit uns genoss.

Gegen 18 Uhr waren wir alle erschöpft vom aufregenden Nachmittag und starteten gemeinsam wieder Richtung Häslich. Es hat allen sehr gut gefallen!

Ein Dank geht an das Kamenzer Bündnis, welches sich um die Organisation der Veranstaltung gekümmert hat.

 

 

Wir waren mal wieder im Fernsehen!

30 Minuten widmete der MDR den Flüchtlingen in Häslich. Julia Cruschwitz vom MDR war lange im Ort und hat viele Fragen gestellt. Und das Ergebnis ist ein Film, der die Situation im Ort gut beschreibt.

Vielen Dank an all die Helfer im Bild, an die Flüchtlinge, die bereit waren, Auskunft zu geben und an die vielen Menschen im Hintergrund (ohne euch wäre die Verwaltung in Kamenz wahrscheinlich noch mehr überfordert, als sie es ohnehin teilweise schon ist).

Und – auch das muss man erwähnen – es ist doch ein kleines Hoffnungszeichen, wenn der Leiter der Demonstrationen offen genug ist, sich mit einem Flüchtling zu unterhalten. Wenn man Menschen kennenlernt, fällt es im Regelfall schwerer, sie zu hassen (das trifft auf beide Seiten zu).

http://www.mdr.de/mediathek/mdr-videos/c/video327466.html

Neujahrsempfang der Bürgermeisterin Margit Boden

Liebe Unterstützer,

beim diesjährigen Neujahrsempfang der Bürgermeisterin Margit Boden im Goldenen Band in Gersdorf wurde die Arbeit der Initiative mit vielen wohlwollenden Worten geehrt und Frau Boden überreichte uns zusätzlich 100 € im Namen der Gemeinde. Dafür sind wir sehr dankbar.
Drei unserer aktiven Mitglieder waren stellvertretend vorort, wurden nach vorn gebeten und bekamen jeweils ein Blumensträußchen überreicht. Unsere Arbeit findet in breiten Kreisen Anerkennung und es wurde seitens der Gemeinde mehrfach betont wie dankbar man für unsere ehrenamtlichen Tätigkeiten sei.

Da im Moment schon wieder einige negative Einflüsse geltend gemacht werden, sollten wir uns gerade jetzt auch über die vielen Erfolge freuen, die es Dank unserer konstruktiven Arbeit gibt.

Vielen Dank an alle, die uns unterstützen
Eure Initiative Haselbachtal hilft

Hier der Artikel der Sächsischen Zeitung:

http://www.sz-online.de/nachrichten/gemeinde-ueber-zuwachs-erfreut-3305542.html

Nein! Häslich wird nicht „zum Kölln [sic!]“

Seit einigen Tagen werden folgende Zettel im Ort verteilt:

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Nein! Häslich wird nicht „zum Kölln [sic!]“
Und zwar weil:

1. für die Unterbringung im Landkreis das Landratsamt Bautzen und nicht das „Amt für Migration Chemnitz-Ebersdorf [sic! /Anm. d. Verf.: gemeint ist wahrscheinlich die BAMF-Außenstelle in Chemnitz]“ zuständig ist,
2. es keine speziellen Heime für „schwer zu Integrierende [sic!] junge Migranten“ gibt und solche im Landkreis auch nicht geplant sind und
3. das Landratsamt einen seit 1990 gut funktionierenden Verteilungsschlüssel hat, von dem es nicht abweichen wird, weil es davon gar nicht abweichen will.

Hier findet ihr eine Stellungnahme des Landratsamtes Bautzen (Original wird bei nächster Gelegenheit hochgeladen):

## Zitat ##
Sehr geehrter Herr …,

an dem Gerücht ist absolut nichts dran!
Wir werden das Heim in Häslich -wie bisher auch- als Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlingsfamilien nutzen. Es gibt dafür keine andere Planung.

Wir als Landratsamt Bautzen sind in dem Fall Unterbringungsbehörde. Da kann auch
keine Außenstelle des BAMF in Chemnitz (was wohl im Zettel gemeint ist) etwas
daran ändern…

Mit freundlichen Grüßen

Gernot Schweitzer

Landratsamt Bautzen
Pressestelle
## Zitat Ende ##

Übrigens: Es ist normal, dass man in einer Demokratie unterschiedliche Ansichten hat. Wenn aber, wie hier, Falschinformationen (egal ob absichtlich oder unabsichtlich) dafür genutzt werden, die Bürger unseres Ortes zu verunsichern, so ist das nicht nur undemokratisch, sondern auch verantwortungslos. Wir alle (auch, die, die Flüchtlingen gegenüber kritisch eingestellt sind) haben genug damit zu tun, dass das Zusammenleben in unserem Ort funktioniert und das bisher geschaffte friedliche Miteinander (oder wenigstens Nebeneinander) erhalten bleibt. Unser Dorf braucht keine Aufwiegler, die noch mehr Ängste schüren, als viele Bürger ohnehin schon haben. Was wir brauchen sind Leute, die die Probleme ansprechen und lösen (wie es nicht nur wir, sondern auch viele andre Bürger der Gemeinde tun). Und vor allem brauchen wir Ausdauer, damit bei uns eben keine Parallelgesellschaften entstehen.

Bitte unterstützt uns dabei und lauft nicht denjenigen hinterher, die solche Unwahrheiten für ihre leider sehr oft von Hass und Rassismus getriebenen Zwecke ausnutzen.

Wir würden uns freuen, wenn ihr das fleißig teilt (hier und im „real life“, damit diese falschen Behauptungen nicht unwidersprochen im Ort grassieren kann.

Eure Initiative Haselbachtal hilft

Ein kurzer Einblick in unsere tägliche Arbeit

Heute zeigte der MDR, wie gut die Flüchtlingsarbeit in Häslich mittlerweile läuft. Es ist immer wieder schön zu sehen, dass das Zusammenleben funktioniert; entgegen aller Ängste, die wir alle vorher hatten. Wir haben viel erreicht und werden uns auch in Zukunft für ein gutes Zusammenleben einsetzen.

Hier geht es zum Beitrag (als Video oder zum Lesen)

http://www.mdr.de/mediathek/mdr-videos/c/video307712.html

http://www.mdr.de/exakt/haeslich106.html

Spendenaufruf

Die Kinder und Jugendlichen des Heimes brauchen für den Schulbesuch noch ein paar geeignete Schulranzen. Wenn jemand noch einen brauchbaren Ranzen übrig hat, würden wir uns über eine Spende sehr freuen.
Außerdem fehlt es im Heim noch an Decken für die kalte Jahreszeit. Auch hier würden wir uns freuen, wenn der ein oder andere noch eine Decke übrig hat, die er uns spenden könnte.

Kurzer Hinweis
Wir hören öfter das Argument, dass die Beschaffung von einigen Dingen „Aufgabe des Betreibers“ ist. Das ist – insbesondere bei den Decken – richtig. Wir haben mit der Kamenzer Bildungsgesellschaft aber besprochen, dass wir bei solchen Dingen, zuerst einmal nach Spenden fragen, da manche Leute solche Dinge übrig haben und sie ohnehin nicht nutzen oder wegwerfen würden. Das so gesparte Geld kann der Betreiber dann für andere und größere Anschaffungen ansparen. Man braucht bei der Kamenzer Bildungsgesellschaft aber keine Sorge haben, dass das Geld dann „in die Taschen der Chefs“ wandert. Die KaBi ist ein gemeinnütziges Unternehmen des Landkreises, das selbst keine Gewinne erwirtschaften darf. Alles, was an Geld gespart wird, kommt also wieder sozialen Projekten zugute. Daher stimmt der Satz, dass jede noch so kleine Spende sehr viel weiter hilft, bei uns in Häslich doppelt.

Übrigens
Vielen Dank an die Haselbachtaler und Bürger der Nachbarorte für die bisher sehr tolle und großzügige Spendenbereitschaft!