Nein! Häslich wird nicht „zum Kölln [sic!]“

Seit einigen Tagen werden folgende Zettel im Ort verteilt:

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Nein! Häslich wird nicht „zum Kölln [sic!]“
Und zwar weil:

1. für die Unterbringung im Landkreis das Landratsamt Bautzen und nicht das „Amt für Migration Chemnitz-Ebersdorf [sic! /Anm. d. Verf.: gemeint ist wahrscheinlich die BAMF-Außenstelle in Chemnitz]“ zuständig ist,
2. es keine speziellen Heime für „schwer zu Integrierende [sic!] junge Migranten“ gibt und solche im Landkreis auch nicht geplant sind und
3. das Landratsamt einen seit 1990 gut funktionierenden Verteilungsschlüssel hat, von dem es nicht abweichen wird, weil es davon gar nicht abweichen will.

Hier findet ihr eine Stellungnahme des Landratsamtes Bautzen (Original wird bei nächster Gelegenheit hochgeladen):

## Zitat ##
Sehr geehrter Herr …,

an dem Gerücht ist absolut nichts dran!
Wir werden das Heim in Häslich -wie bisher auch- als Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlingsfamilien nutzen. Es gibt dafür keine andere Planung.

Wir als Landratsamt Bautzen sind in dem Fall Unterbringungsbehörde. Da kann auch
keine Außenstelle des BAMF in Chemnitz (was wohl im Zettel gemeint ist) etwas
daran ändern…

Mit freundlichen Grüßen

Gernot Schweitzer

Landratsamt Bautzen
Pressestelle
## Zitat Ende ##

Übrigens: Es ist normal, dass man in einer Demokratie unterschiedliche Ansichten hat. Wenn aber, wie hier, Falschinformationen (egal ob absichtlich oder unabsichtlich) dafür genutzt werden, die Bürger unseres Ortes zu verunsichern, so ist das nicht nur undemokratisch, sondern auch verantwortungslos. Wir alle (auch, die, die Flüchtlingen gegenüber kritisch eingestellt sind) haben genug damit zu tun, dass das Zusammenleben in unserem Ort funktioniert und das bisher geschaffte friedliche Miteinander (oder wenigstens Nebeneinander) erhalten bleibt. Unser Dorf braucht keine Aufwiegler, die noch mehr Ängste schüren, als viele Bürger ohnehin schon haben. Was wir brauchen sind Leute, die die Probleme ansprechen und lösen (wie es nicht nur wir, sondern auch viele andre Bürger der Gemeinde tun). Und vor allem brauchen wir Ausdauer, damit bei uns eben keine Parallelgesellschaften entstehen.

Bitte unterstützt uns dabei und lauft nicht denjenigen hinterher, die solche Unwahrheiten für ihre leider sehr oft von Hass und Rassismus getriebenen Zwecke ausnutzen.

Wir würden uns freuen, wenn ihr das fleißig teilt (hier und im „real life“, damit diese falschen Behauptungen nicht unwidersprochen im Ort grassieren kann.

Eure Initiative Haselbachtal hilft

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